Wenn der Kampf gegen Extremismus selbst extrem wird Antifaschismus ist ursprünglich kein radikaler Begriff, sondern eine demokratische Grundhaltung. Nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus entstand in Deutschland bewusst eine politische Ordnung, die autoritäre und totalitäre Systeme verhindern soll. Das Grundgesetz schützt Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung und demokratische Mitbestimmung – alles Prinzipien, die dem historischen Faschismus entgegenstehen. In diesem Sinne kann man durchaus sagen: Jeder Demokrat sollte antifaschistisch sein. Doch genau an diesem Punkt beginnt heute ein gesellschaftliches Problem. Denn zwischen einem demokratischen Antifaschismus und ideologisiertem Aktivismus besteht ein erheblicher Unterschied – ein Unterschied, der in öffentlichen Debatten immer häufiger verloren geht. Die Inflation des Faschismusbegriffs Der Begriff „Faschismus“ hatte ursprünglich eine relativ konkrete politische Bedeutung. Er beschrieb autoritäre Systeme mit Führer...
Es gibt diese Tage im Jahr, die laut Kalender einer ganz bestimmten Stimmung gewidmet sind. Karfreitag gehört dazu. Still, andächtig, zurückgenommen. Ein Tag, an dem man angeblich innehält, reflektiert und sich seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst wird. Oder – man sitzt am Feuer, trinkt Bier und wirft Grillgut drauf. So geschehen dieses Jahr. Der Geburtstag wurde einfach einen Tag vorgezogen. Nicht aus Rebellion, sondern aus Pragmatismus. Wenn schon ein freier Tag da ist, kann man ihn auch sinnvoll nutzen. Und was könnte sinnvoller sein als ein Feuer, ein paar Kisten Bier und Menschen, die tatsächlich auftauchen? Die Runde war entspannt. Kein Zwang, kein Programm, kein künstliches „Jetzt haben wir Spaß“. Einfach da sein. Reden. Lachen. Schweigen, wenn’s passt. Genau das, was solche Abende ausmacht – wenn man sie lässt. Interessant wurde es bei der Gästeliste. Neben den üblichen Verdächtigen tauchten auch ein paar unerwartete Gesichter auf. Die Sorte Mensch, bei der man sich denkt...